
Liebe Angelfreunde,
Ihr 50-jähriges Vereinsjubiläum ist eine Feier wert. Das Präsidium des Fischereiverbandes gratuliert Ihnen ganz herzlich und wünscht für die Zukunft weiter viel Erfolg im Verein und den Mitgliedern schöne Stunden am Gewässer.
Der Verband für Fischerei und Gewässerschutz in Baden Württemberg e.V. besteht derzeit aus 335 Mitgliedervereinen in den Regierungsbezirken Stuttgart, Karlsruhe und Tübingen. Seine Ursprünge hat der Verband im Jahr 1892. Insgesamt sind über 24.000 Angelfischer im VFG organisiert. So auch die Mitglieder des Fischereivereins Graben 1960 e.V.
Der VFG ist Mitglied im Landesfischereiverband Baden Württemberg e.V. (LFV). Der LFV ist der Dachverband der Fischereiverbände in B.W. und nach § 67 Naturschutzgesetz anerkannter Naturschutzverband.
Zweck und Aufgabe des Verbandes ist die Förderung der Fischerei, der Gewässerschutz und die Hege und Pflege der freilebenden Tier- und Pflanzenwelt.
Der Fischereiverband organisiert und bietet dazu Beratung und Information, Interessenvertretung in der Zusammenarbeit mit anderen Naturschutzverbänden und Behörden, Öffentlichkeitsarbeit, Rechtsschutz und Rechtsberatung, Seminare für Gewässerwarte, Jugendarbeit, Vorbereitungskurse zur staatl. Fischerprüfung, Casting, Verbandsfischen und vieles andere mehr.
Angelfischer wollen in einer intakten Umwelt Fische fangen, daraus leitet sich der Naturschutzgedanke in der Fischerei ab. Entsprechend verwurzelt ist des Bemühen der Fischereivereine den Lebensraum Gewässer zu erhalten und zu verbessern. Damit lässt sich ganz vereinfacht auch die Naturschutztätigkeit des Fischereiverbandes darstellen.
So ist es Fischereiverbandsaufgabe, auf ökologische Veränderungen hinzuweisen, so auch im Zusammenhang mit dem Kormoran. Man benutzt dafür unter anderem seit vielen Jahren den „Fisch des Jahres“ um auf Probleme in den Flüssen und Seen hinzuweisen: Die Fischerei hat für 2010 die Karausche zum Fisch des Jahres ernannt. Damit soll ein wenig bekannter, aber dennoch interessanter Fisch der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zudem soll darauf hingewiesen werden, dass die Karausche durch Gefährdung und Verlust ihrer Lebensräume in unseren heimischen Gewässern immer seltener wird.
Zu bedauern und kritisieren ist deshalb eine aktuell stattfindende ideologisierte Diskussion in der Öffentlichkeit. Insbesondere ein stattgefundener und andauender Fischartenschwund bzw. Bestandsrückgänge haben nicht in der Fischerei, sondern in der Siedlungsentwicklung und im Flächenverbrauch durch unsere Gesellschaft ihre kausalen Gründe.
Eine interessante Lektüre der Festschrift wünscht mit PETRI HEIL
Wolfgang Reuther
Präsident des Verbandes für Fischerei und
Gewässerschutz in Baden-Württemberg e.V.
www.vfg-bw.org
